Sinnvolle Geschenke: Rosskastaniensalbe für gesunde Venen

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Ich schenke echt gern. Doch oft ist es so, dass die Menschen um mich herum sich ihre materiellen Wünsche selbst erfüllen und gar nicht mehr möchten. So war das beispielsweise bei meinem Vater. Ihm konnte ich mit herkömmlichen Geschenken wenig Freude bereiten. Allerdings hatte mein Papa schon immer Krampfadern, deshalb habe ich ihm oft Salben mitgebracht und die Beine eingerieben.Bei den Zutatenlisten mit den vielen unaussprechlichen Inhaltsstoffen fragte ich mich allerdings, ob sich die Salben nicht einfacher herstellen ließen. Deshalb habe ich ihm zuletzt ein Päckchen mit nicht einschneidenden Socken, einem Fußspray und einer selbst gerührten Rosskastaniensalbe gepackt.
Die Salbe ist ein schönes, persönliches Weihnachtsgeschenk für alle Menschen, die unter müden Beinen leiden. Deshalb möchte ich das Rezept heute gerne mit euch teilen. Habt ihr zufällig auch Kastanien gesammelt, um damit Wäsche zu waschen? Ich habe jedenfalls das Gefühl, jeder in meinem Umkreis hat sie gesammelt, geschrettert und getrocknet. Wenn ja, habt ihr schon die Hauptzutat für die Kastaniensalbe.

Schwere, müde oder geschwollene Beine, Wadenkrämpfe, Beinschmerzen: Viele ab 30 Jahren kennen diese Symptome. Hier kommt die Rosskastanie zum Einsatz. Sie vermindert die Brüchigkeit und unerwünschte Durchlässigkeit der kleinsten Blutgefäße und repariert kleine Verletzungen an der Venenwand. Entzündungen werden bekämpft und erschlafte Venen gestrafft und tonisiert. Günstig beeinflusst werden auch Wassereinlagerungen in den Beinen. In den Samen der Kastanien ist der Hauptwirkstoff Aescin. Das ist ein Gemisch von etwa 30 seifenähnlicher Stoffe, sogenannten Saponinen. Asescin wirkt abdichtend für Gefäßwände und reduziert so Ödeme. Da er entzündungshemmend ist, kann man somit die Salbe nicht nur für Krampfadern einsetzen sondern auch bei Prellungen, Verstauchungen, schweren Beinen usw. Wer schon richtige Probleme hat, sollte nicht nur eine Salbe anwenden, sondern auch eine Kur mit der inneren Einnahme der Rosskastanie machen. Allerdings heißt die Kastanie nicht umsonst Rosskastanie. Ins Müsli gerieben, würde sie zu starken Bauchkrämpfen und vielleicht auch Erbrechen führen. So eine Rosskur sollte man besser den Pferden überlassen und auf ein Fertigpräparat aus dem Drogeriemarkt oder der Apotheke zurückgreifen. Wenn ihr nur leichte Beschwerden habt oder dem Ganzen einfach vorbeugen wollt, versucht es doch mal mit meiner Beinsalbe.
Für meine Salbe habe ich zum Einem die gschretterten Kastanien im Ölbad ausziehen lassen und zum anderen eine Kastanientinktur verwendet. Die Wirkstoffe der Kastanie lassen sich besonders gut in Alkohol lösen. Man sagt, dass hierfür 50 – 60 %iger Alkohol am Besten wäre. Den hatte ich aber nicht und habe die kleingeschnittenen Rosskastanien einfach in Vodka gegeben. Das Ganze einfach 6 Wochen stehen lassen und dann absieben. Natürlich könnte man die Öl-Alkohol-Lösung einfach so auftragen, das wäre dann eine sogenannte Schüttellotion, weil sich die beiden Stoffe immer wieder trennen und somit vor jedem Gebrauch erneut geschüttelt werden muss. Ich wollte aber eine richtige Salbe zubereiten und habe Bienenwachs und Lanolin (Wollfett) zugegeben. Es ist mein erster Versuch mit Lanolin und ich bin begeistert, weil es einfach nicht so „speckig“ auf der Haut ist. Wenn ihr keines habt, lasst es einfachweg.

Zutaten:

100 ml Öl
3 Esslöffel getrocknete und zerkleinerte Kastanien oder 8 frische, kleingeschnittenen
50 ml Kastanientinktur
25 g Lanolin (Wollfett)
5 g Bienenwachs

Die Kastanien mit dem Öl in einem Topf erwärmen. Das Öl darf nicht rauchen.
Am Besten lasst ihr das Gemisch einen oder zwei Tage stehen und erwärmt es dann nochmal für 10 Minuten.
Jetzt absieben, entweder durch einen Haarsieb oder durch Filterpapier.
Nun alle Zutaten im Wasserbad miteinander vermengen und rühren, rühren, rühren.
Einfach in Salbentöpfchen oder kleine Gläser abfüllen und erkalten lassen.
Wer möchte, kann kurz vor dem Erkalten noch ein ätherisches Öl zugeben. Zur Erfrischung z.B. Pfefferminz-, Teebaum- oder ein Citrusöl. Wer seiner Salbe eine beruhigende Note beifügen will, kann z.B. Lavendelöl verwenden.
Der Ölauszug hat zu meiner Verwunderung köstlich geduftet.
Von den Resten im Sieb machte ich spontan ein Hand- und Fusspeeling. Ich fand es herrlich!
Ich hoffe, ihr habt auch Lust auf Weihnachten bekommen. Allerdings ist diese Geschenkidee auch für Geburtstage, als Mitbringsel, für den Krankenbesuch und und und geeignet.

Liebe Grüße aus der Salbenküche
Ottilie


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