Wann wenn nicht jetzt? Löwenzahnkapern

IMG_2442[1]Mein Rasen ist sehr wild(kräuterig). Um meine Nachbarn nicht zu sehr zu verärgern, pflücke ich die herrlichen gelben Löwenzahnblüten ab, bevor sie zu Pusteblumen werden. Dabei entdeckte ich auch viele Löwenzahnknospen und wurde daran erinnert, dass ich schon lange mal Löwenzahnkapern zubereiten wollte. Flink sammelte ich zwei Hand davon und machte mich ans Werk.
Nun kann man sehr vieles mit den ungeöffneten Köpfchen anstellen, man kann sie braten, blanchieren, zum Salat geben, zu Chutney einkochen, aufgeschnitten zur Dekoration von Speisen verwenden oder eben in Essig zu Löwenzahnkapern einlegen. Gesunde Inhaltsstoffe bringen unsere Knospen auf jeden Fall mit. Das Carotinoid Xanthophyll zum Beispiel, aber auch Bitterstoffe, die unsere Verdauung anregen. Sie enthalten fast alle Mineralstoffe in hohen Dosen, besonders aber Kalium, das eine sanft harntreibende Wirkung besitzt und deshalb bestens geeignet für eine Frühjahrskur ist. Menschen mit Leberbeschwerden, Gicht oder Rheuma profitieren von der blutreinigenden und entwässernden Wirkung des Löwenzahns. Er enthält sogar Vitamin D, das in der Nahrung sehr selten vorkommt. Dieses Vitamin fehlt uns gerade nach einem langen Winter, in dem wir nur vom in der Leber gespeicherten Sonnenvitamin zehren mussten. Außerdem bereichert Löwenzahn unseren Speiseplan mit Vitamin C für ein gutes Bindegewebe, gesunde Zähne und Knochen, eine gute Wundheilung, Wachstum, sowie Aktivierung von Enzymen und der Abwehrkräfte. Vitamine der B – Gruppe für starke Nerven und Zellstoffwechsel enthält unser Wildkraut auch.
Wer einen verwilderten Rasen hat, kann die Löwenzahnknospen immer wieder ernten und seine eigenen Kapern herstellen. Die Methode, die Löwenzahnköpfe so zu verwenden, ist schon sehr alt und wahrscheinlich haben das schon unsere Omas gemacht. Ich habe es heuer einfach mal probiert und bin auf das Ergebnis gespannt.

So habe ich es gemacht:

Zutaten:
2 Handvoll Löwenzahnknospen
Salz
¼ Liter weißer Balsamicoessig
Pfefferkörner
Estragon, frisch aus dem Garten

Zuerst habe ich die Kapern kurz gewaschen, gut abtropfen lassen und mit Salz bestreut. Das Salz habe ich mit einem Löffel gut eingearbeitet. Danach das Ganze abgedeckt über Nacht ziehen lassen.
IMG_2435[2]

Am nächsten Tag wurden die gesalzenen Kapern mit einem Zweig Estragon, einigen schwarzen Pfefferkörnern und dem Essig in einem Topf zwei Minuten aufgekocht. Danach in sterilisierte Schraubgefäße gefüllt und heiß verschlossen.
Meine zwei Handvoll Löwenzahnknospen haben zwei kleine Gläser ergeben. Während meine Kapern kochten, habe ich die Gläser und Deckel einfach mit kochendem Wasser gefüllt, um sie so steril zu machen.
Ich finde diese kleinen Gläschen wären auch ein schönes Mitbringsel. Jetzt aber will ich meine spärliche Ernte erst mal selber testen 🙂
Viel Spaß beim Nachmachen und erzählt mir, ob sie euch geschmeckt haben!
Liebe Frühlingsgrüße Ottilie

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3 Gedanken zu “Wann wenn nicht jetzt? Löwenzahnkapern

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