Wenn´s draußen kalt wird: innerlich anheizen mit Chili con Lupine!

Chili con Lupine, vegan, fettarm, eiweißreich, ballaststoffreich, selbstgemacht
Veganes Chili mi Lupinenschrot

 

 

Puh, bei uns ist es kalt und damit mir warm wird muss ich entweder ins warme Bett, mich bewegen oder eine warme Suppe essen. Eine tolle Wirkung erzielt man natürlich mit einer Speise, die durch ihre Gewürze innerlich einheizt.
Schon lange wollte ich etwas mit Lupinen kochen, aber nicht irgend ein Fertigprodukt, sondern möglich basic, so habe ich Lupinenschrot gesucht und gefunden. Als sich Gäste angekündigten, war das die Gelegenheit, dieses Chili zu kreieren. Köstlich war es! Nun fragt ihr euch sicher, warum ich unbedingt Lupinenerzeugnisse testen wollte. Sie sind so etwas wie die europäische Antwort auf Soja, denn sie enthalten sehr viel Eiweiß, das zudem auch noch basisch ist. Klar, Soja kann mittlerweile auch problemlos in Europa angebaut werden, Lupinen allerdings brauchen keinen Dünger und gelten auch noch als Bodenverbesserer.  Die Lupine ist eine hier natürlich vorkommende Wildblume. Allerdings verwendet man für die Ernährung die Süßlupine, eine Züchtung, aus der Bitter- und Giftstoffe entfernt wurden. Die Lupine enthält alle essentiellen Aminosäuren, besonders hoch sind hiervon Lysin und Tryptophan, die in unserem Getreide sehr wenig vorkommen. Beta-Carotin und Vitamin E als natürliche Antioxidantien sind auch enthalten. An Mineralstoffen liefert sie Kalium, Calcium, Magnesium und eine beachtliche Menge Eisen. Auch versorgt sie uns mit sekundären Pflanzenstoffe, beispielsweise den beiden Isoflavonen Genistein und Daidzein, die als krebshemmend, antimikrobiell und antioxidativ gelten. Im Gegensatz zu anderen Hülsenfrüchten bläht sie nur wenig. Allerdings besitzt die Lupine ein Allergierisiko, gerade Menschen, die auf Erdnüsse reagieren, sollten etwas vorsichtig sein.

Natürlich dürfen Kidneybohnen in einem Chili nicht fehlen. Wer etwas Zeit investieren kann, sollte sie selber kochen, sie schmecken ganz anders, als die aus Dose oder Glas. Es sind auch keine Zusatzstoffe wie Zucker enthalten. So zubereitet gehört die Kidneybohne ohne Frage zu den gesunden Lebensmitteln. Gerade Vegetarier und Veganer profitieren vom guten pflanzlichen Eiweiß, kombiniert mit Ballaststoffen. In 100 g sind 24 g Eiweiß enthalten, enorme 21 g Ballaststoffe, sowie 41 g Kohlehydrate bei nur 1,4 g Fett. 150 mg Magnesium stecken in 100 g der Bohne, wenn man von einem Tagesbedarf von 300 bis 400 mg ausgeht, ist das doch schon ein beachtlicher Beitrag. Außerdem hat sie noch relativ hohe Mengen an Calcium, Eisen und Kalium in petto. Aber auch Kupfer, Mangan, Phosphor, Zink und Natrium. B Vitamine sind in unsrer guten Bohne auch enthalten, besonders viel Folsäure.

Mais hab ich aus dem Glas verwendet, getrocknete Körner zu kochen dauert, glaube ich, ewig. Trotzdem hoffe ich, dass sie einen guten Teil ihrer Inhaltsstoffe behalten haben. Die wären: Folsäure und Thyamin, ein B-Vitamin, das unser Körper für die Nerven und die Umwandlung von Nahrung in Energie dringend benötigt. Mit 1,7 mg Niazin, einem weiteren B-Vitamin ist Mais sogar Spitzenreiter. Dieses braucht der Körper für praktisch alle Stoffwechselvorgänge und eine schöne Haut. Außerdem versorgt er uns mit Lutein und Zeaxanthin für gute Sehkraft. Die vielen Ballaststoffe brauche ich glaube ich hier nicht mehr zu erwähnen.

Chili aus dem eigenen Garten

selbstgeerntete Chili, im Dörrgerät getrocknet
Kein Chili ohne Chili! Ich habe hier mein selbstgemachtes Chilisalz verwendet. Die Chilischoten stammen aus dem eigenen Garten. Hierfür einfach Chilischoten im Mixer kleinschroten und mit Salz vermischen. Das Salz hat eine wunderschöne Farbe. Dass ich selbstgemachtes Kräutersalz liebe, wisst ihr ja schon. 🙂

Zutaten für ein veganes Chili mit Süupinenschrot,fettarn eiweißreich und ballaststoffreich

Nun schreiten wir aber zur Tat:
Zutaten:
250 g Kidneybohnen, über Nacht eingeweicht und 1 Stunde vorgekocht
120 g Lupinenschrot
1 rote und 1 gelbe Spitzpaprika
1 Möhre
1 Lauchstange
1 Knoblauchzehe
1 Glas Mais
1 Tomatendose
2 Esslöffel Tomatenmark
1 Teelöffel Kokosöl
Chilisalz, Gemüsebrühe, Pfeffer, Paprika

Spitzpaprika, Möhre und Zwiebel in kleine Würfel schneiden, Lauch halbieren und scheibeln.
Alles im Kokosöl anschwitzen.
Süßlupinenschrot dazugeben, kurz mitanbraten.
Vorgekochte Kidneybohnen und ¼ Liter Gemüsebrühe dazugeben und 20 bis 30 Minuten leicht köcheln lassen.
Gewürze, abgetropfter Mais und Tomaten dazugeben. Wenn die Tomaten noch nicht geschnitten in der Dose sind, einfach ein Messer nehmen und im Topf zerkleinern.
Das Chili noch einmal aufkochen und kurz garen lassen.
Ganz nach Wunsch abschmecken, ich habe das „sanft“ gemacht und das Chilisalz mit auf den Tisch gestellt.
Mit einer Schüssel Baguette servieren und jeder kann sich nach Belieben bedienen.
Mit diesem Chili und einem schönen Gespräch bleibt´s Euch sicher nicht kalt!

Liebe Grüße aus Ottilies Küche
P.S. Der nächste Frühling kommt bestimmt!

Advertisements

Ein Gedanke zu “Wenn´s draußen kalt wird: innerlich anheizen mit Chili con Lupine!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s