Wilde Verführung: Minztörtchen, rohköstlich, vegan, natürlich gesüßt und einfach yummy!

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Wenn ich an Minze in Kombination mit Schokolade denke, fällt mir sofort meine Mama ein. Jedes Jahr zu Weihnachten bekam sie „After Eight“ von meinem Vater geschenkt und natürlich durfte ich auch eins haben, wenn ich es aufaß. Das war eine Herausforderung, denn irgendwie fand ich sie scheußlich gut.

Meine älteste Tochter mag die Kombi auch, Gene halt! Für mich hat sich nichts geändert, ich finde sie immer noch richtig lecker und doch etwas schaurig. Daran dachte ich bei einem Spaziergang. Warum? Im Herbst blühen bei uns in Gräben und im Wald immer wunderschöne Minzen, allerdings nicht die Pfefferminze, sondern die Rossminze. Minzarten werden wie viele Lippenblütler im blühenden Zustand geerntet. Ich wollte sie in der Küche verwenden und zwar nicht wie üblich als Tee. So kam ich auf die Idee, sie in kleine Törtchen zu verpacken. Die wilden Minzarten haben einen nicht so hohen Gehalt an ätherischen Ölen, sind so auch sanfter im Geschmack und in ihrer Wirkung. Meine wilden Minztörtchen haben dadurch auch sehr fein und unaufdringlich nach Minze geschmeckt. Selbst meine zweijährige Besucherin fand sie köstlich, so dass wir unsere Törtchen mit ihr teilen mussten! 🙂

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Wirkung zeigt die Rossminze allerdings auch. Sie hilft uns bei der Verdauung und bei Magen-und Darmbeschwerden. Klar, sie ist ja auch galletreibend, krampflösend, schmerzstillend und durchblutungsfördernd. Wie sehr viele Heilpflanzen wirkt sie außerdem antibakteriell und entzündungshemmend.

Für den Schokogeschmack habe ich rohe Kakaobohnen verwendet. Kennt ihr sie? Ich finde sie herrlich. Sie gelten im rohen Zustand als Superfood, erhitzt über 42 Grad, sollen sie viele ihrer wertvollen Inhaltsstoffe verlieren. Kakao verfügt unter anderen über viele Antioxidantien, Magnesium und die Glücksbotenstoffe Dopamin und Serotonin. Diese glücklichmachenden Substanzen, ergänzt durch das Stimulanz Theobromin, könnten erklären, dass Kakao auch als Droge bezeichnet wird. Kakaobohnen haben einen hohen Fettanteil, leider aber größtenteils Omega 6 Fettsäuren, die wir meist schon reichlich konsumieren. In den Törtchen habe ich allerdings auch ein wenig Chiasamen verarbeitet, die über viel Omega 3 verfügen. Dass Kakao und Bitterschokolade sehr gut zur Vorbeugung verschiedener Krankheiten geeignet sind, wie z.B. Herz- Kreislauferkrankungen, wird immer wieder in Studien bestätigt. Vor allem ist Schokolade aber natürlich die pure Verführung. Wenn wir sie in einer relativ gesunden Form zu uns nehmen können, umso besser! 🙂 Um das Ganze noch zu toppen, habe ich einen eigenen Schokoguss aus gesunden Zutaten kreiert, lasst Euch also überraschen.

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Für die Törtchenböden:
100 g Haselnüsse
60 g Datteln
15 g Kakaobohnen
½ Teelöffel Zimt

Alle Zutaten in eine Küchenmaschine mit S-Messer geben und zu einer klebenden Masse verarbeiten. In die Dessertringe ( 3 Stück, 8 cm) drücken  und zur Seite stellen.

Für die Minzcreme:
1 Avocado
60 g Datteln
1 ½ Zitronen
4 g Minzblätter
10 g Chiasamen

Die Zitronen auspressen. Alle Zutaten in einen kleinen Mixer, z.B. Personal Blender zu einer Creme mixen und auf die Tortenböden geben. Alles für ca. zwei Stunden in den Kühlschrank stellen.

Minztörtchen vegan Avocado, natürlich gesüßt

Schokoguss:
15 g Kakaobutter
20 g Kokossirup
1 Esslöffel Kakao

Ich habe so kleine Fläschchen, mit denen man seine Speisen verzieren kann. Darin habe ich die Kakaobutter im Wasserbad geschmolzen, dann mit dem Kokosblütensirup gut vermengt und zuletzt das Kakaopulver untergerührt. Damit waren die Törtchen schnell dekoriert. Natürlich kann man das ganze auch mit einem normalen Topf machen und dann mit einem Löffel die Minztörtchen verschönern. Ich wünsche Euch viele schöne Stunden in der Natur, vielleicht findet ihr dort noch eine wilde Minze und bekommt Lust, diese Törtchen nachzumachen. Mit einer Tasse Tee oder Kaffee ein wahrer Genuss.

Liebe Grüße Ottilie

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4 Gedanken zu “Wilde Verführung: Minztörtchen, rohköstlich, vegan, natürlich gesüßt und einfach yummy!

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