Winter-Ade-Salat: Topinambur-Grünkohlsalat (vegan, rohköstlich, regional, saisonal, preiswert)

Warten auf den Frühling: die ersten Blumen sind da. Gartenblog mit Ernährungstipps

Oh, ich hab so eine Frühlingssehnsucht! Geht es Euch auch so? Im Garten blühen schon Schneeglöckchen, Krokus, Iris, Taubennessel und Gänseblümchen. Trotzdem bäumt sich der Winter immer wieder auf und deckt so ab und an auch noch Schnee über die Frühlingsboten. In meinem Garten steht außerdem noch Grünkohl und so beschloss ich, dem Winter einen würdigen Abschied mit einem Topinambur- Grünkohl- Salat zu bereiten.

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Kennt ihr Topinambur? Im 17. Jahrhundert brachten Seefahrer die Pflanze von Südamerika mit nach Europa. Noch im 30-jährigen Krieg war die „Kartüffel“, wie man sie damals nannte, weit verbreitet, bis sie schließlich von der Kartoffel verdrängt wurde. Sie gehört zu den Korbblütlern, wird ca. zwei Meter hoch und blüht im Herbst gelb. Wenn der Frost einsetzt, sterben die oberirdischen Triebe ab und man kann bei Frostfreiheit den ganzen Winter, die Knollen aus dem Boden holen. Topinambur ist für sein Inulin bekannt. Inulin ist ein Mehrfachzucker, den Diabetiker nicht als Broteinheit anrechnen müssen und der den Cholesterinspiegel senken kann. Außerdem nährt Inulin unseren guten Darmbakterien und ist somit ein gutes „Präbiotika“. Unser Wintergemüse Topinambur hat aber noch viel mehr zu bieten: Carotoide, B 1, 2, 6 und sogar Vitamin D, das wir sonst nur in fetten Fisch, Pilzen und Avocados finden. Wie ihr sicher wisst, haben wir in Europa zwischen November und März  einen Mangel an diesem wichtigen Sonnenvitamin. Nicotinsäure, Teil des Vitamin-B-Komplex, und unser Schönheitsvitamin Biotin, gut für Haare, Haut und Nägel, sind auch enthalten. An Mineralstoffen steckt besonders viel Kalium in der Knollenfrucht. Da wir meist zu viel Salz konsumieren, ist es als Gegenspieler sehr wichtig. Aber auch Calcuim, Magnesium, Eisen, Kupfer, Mangan, Selen und Zink sind in Topinambur enthalten. Super also, dass wir unsere Wunderknolle den ganzen Winter frisch ohne Lagerung aus dem Boden holen können.

Der früher ungeliebte Grünkohl hat vor zwei Jahren  einen wahren Boom erlebt. Plötzlich wird er Superfood genannt und die Gemüsegärtner können gar nicht genug davon anbauen. Wer hätte gedacht, dass Grünkohl einmal ausverkauft ist. 🙂 Er steht schon viele Jahre in meinem Garten und ich muss gestehen, dass ich ihn oft vergesse und erst im März schnell noch verarbeite. 🙂 Den Namen Superfood trägt er aber nicht zu Unrecht, seine Inhaltsstoffe sind fantastisch, außerdem hat er auch den Vorteil, den ganzen Winter frisch vom Feld geerntet werden zu können. Grünkohl strotzt nur so von Folsäure,  Vitamin A,  C  und K, er übertrifft damit sogar die meisten Lebensmittel.  Vitamin K ist ein oft vergessenes, aber sehr wichtiges Vitamin.  Es kontrolliert die Blutgerinnung, aktiviert die Knochenbildung und verhindert, dass sich Calcium als Plaque in unseren Arterien festsetzt. Grünkohl enthält aber auch große Mengen an Calcium, Magnesium, Eisen, Sekundäre Pflanzenstoffe, Omega 3 Fettsäuren, Proteine, Ballaststoffe und Chlorophyll, dem viele gesundheitliche Vorteile zugesprochen werden.

Für einen nussigen Geschmack habe ich noch geschälte Hanfsamen, die auch sehr viel der wertvollen Omega-3-Fettsäuren enthalten und Kürbis-Öl verwendet.

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Zutaten:
250 g Topinambur
130 g Grünkohl
150 g Apfel
2 Esslöffel geschälte Hanfsamen
1 Esslöffel Kürbis-Öl
3 Esslöffel Apfelessig
1 Knoblauchzehe
Kräutersalz und Zimt

Alle Zutaten grob zerkleinern und in die Küchenmaschine mit S – Messer geben. Anschalten und so ab und zu anhalten und den Inhalt nach unten schieben, weiter mixen, bis eine körnige Konsistenz entsteht. Ich habe meinen Salat auf Radiccioblättern serviert und zur Begrüßung des Frühlings mit Taubennesselblüten verziert. Als Topping habe ich noch den Eschenfelder Mix (Brokkolisprossen, Bockshornsprossen, Alfalfasprossen, Rettichsprossen) darüber gestreut.

Mein Wintersalat war richtig lecker, aber jetzt darf der Frühling kommen! 🙂 Ich bin bereit!
Liebe Grüße aus Ottilies Winterküche

Hagebutten Winterblues

 

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5 Gedanken zu “Winter-Ade-Salat: Topinambur-Grünkohlsalat (vegan, rohköstlich, regional, saisonal, preiswert)

  1. Hätte ich dein Rezept hier mal früher entdeckt. Letztens hatte ich Topinambur (im Februar war das) und einfach so hat er grauslich geschmeckt. Im Endeffekt habe ich mir mit Sonnenblumenkernen und Avocado und Lauch eine seltsame Pampe zusammengemischt und mehr oder weniger runtergewürgt. Beim nächsten Mal dann 🙂

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