Schoko-Creme-Törtchen (vegan, rohköstlich, glutenfrei, schnell zubereitet)

Schoko-Creme-Törtchen in Rohkostqualität mit Avocadocreme, Kakao und Nüssen, mit Datteln gesüßt und Himbeeren verfeinert.

Immer wenn sich Besuch anmeldet, freue ich mich, einen leckeren Kuchen zuzubereiten. Denn was gibt es Schöneres, als sich hinzusetzen und bei Kaffee/Tee und Kuchen über Gott und die Welt zu klönen. Diese Schoko-Creme-Törtchen sind entstanden, nachdem der erste Versuch, vegane Elisenlebkuchen zu backen, kläglich gescheitert ist. 😦 Also habe ich meine Speisekammer und Küche durchstöbert und aus den gefundenen Zutaten schnell diese Törtchen gezaubert. 🙂

Zu der Schokocreme gibt es eine lustige Geschichte: Ein Bekannter sah meine rumliegenden Avocados und meinte, er verbinde traumatische Erinnerungen mit den grünen Früchten. Irgendwann meinte er dann, er wolle ihnen noch eine Chance geben, ob ich ihm mal etwas daraus zubereiten würde. Nun wohnt da so ein kleiner Schalk in mir und ich dachte, ich verstecke sie in etwas Ungewöhnlichem. Ich servierte ihm diese Schoko-Creme und sagte, sie würde nur drei Zutaten bestehen, ob er sie herausschmecken könne? Konnte er nicht! Ob sein Avocadotrauma durch die süße Creme aufgelöst wurde, weiß ich allerdings nicht. 🙂

Schoko-Creme-Törtchen in Rohkostqualität mit Avocadocreme, Kakao und Nüssen, mit Datteln gesüßt und Himbeeren verfeinert. Ein perfektes Dessert für vegane Gäste.

Jetzt aber zu unseren Schoko-Törtchen. Der Boden besteht aus Mandeln und Walnüssen. Ich hatte sie schon auf Vorrat in Wasser eingeweicht und wieder getrocknet. Beim Einweichen geht es um die Phytinsäure, die die Aufnahme von Mineralstoffen und die Verdauung von Eiweiß behindert. Allerdings gibt es mittlerweile auch Stimmen, die gute Eigenschaften in der Phytinsäure entdeckt haben. Sie soll antioxidative Wirkungen aufweisen, so vor Krebs schützen und außerdem den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen lassen. Ich gehe da ganz pragmatisch vor: Wenn ich eingeweichte Nüsse habe, benutze ich sie. Wenn nicht, denke ich mir, würde ich sie in der Natur finden, wären diese auch nicht eingeweicht und hoffe auf die guten Eigenschaften der Phytinsäure. 🙂 Mandeln gelten als die am basenreichste Nuss. Sie enthalten 19 % hochwertiges Eiweiß und Magnesium, Calcium sowie Kupfer in beachtlichen Mengen. Außerdem viel B-Vitamine und Vitamin E. Walnüsse sind für ihr herzgesundes Omega-3- und Omega-6-Fettsäurenverhältnis bekannt.Wie eigentlich alle Nüsse, haben Walnüsse viel Vitamin E. Wer ausreichend davon zu sich nimmt, leistet einen Beitrag zur Verhütung von Arteriosklerose, Diabetes, Rheuma, Krebs, Nervenerkrankungen, Schlaganfall und vorzeitigen Alterserscheinungen. B-Vitamine, die für Energie und gute Laune sorgen, sind auch enthalten. Auch der Mineralstoff Kalium steckt in den Nüssen, den wir z.B. als Gegenspieler des Natrium (Salz) brauchen und somit für die Entwässerung unseres Gewebes. Zudem findet sich in Walnüssen:
-Zink, das gerade in der kalten Jahreszeit für den Immunschutz wichtig ist
-Calcium, gut für starke Knochen
-Magnesium, für Sportler
-Eisen, besonders interessant für Veganer und Frauen
-Selen, das in Deutschland  als Mangelmineralstoff gilt und auf dessen Zufuhr wir achten sollten

Avocados nennt man auch Butterfrucht, kein Wunder sie enthalten 15 % Fett und 160 kcal pro 100 g. Allerdings gelten diese Fette als sehr gesund und sollen den Cholesterinspiegel sogar senken. Avocados enthalten zudem Vitamin A in Form von Alpha- und Beta-Carotin und Lutein (auch ein Carotin), das besonders wichtig für unsere Augen ist. B- Vitamine sind ebenfalls enthalten, hervorzuheben ist hier das Vitamin B6, das einiges für unser Nervensystem, unser Blut, unsere Nieren und unsere Haut leistet und Biotin, das Schönheitsvitamin für strahlende Haut, Haare und kräftige Fingernägel. In Avocados findet sich aber auch Vitamin E und Vitamin K, das zuständig für die Blutgerinnung und starke Knochen ist. Eisen, Folsäure, Kalium und alle essentiellen Aminosäuren sind auch noch enthalten.
Wenn sich so viel gesunde Eigenschaften in ein Schokotörtchen packen lassen, macht mich das glücklich. Aber genug geredet, nun schreiten wir zur Tat oder – besser gesagt – zu den Zutaten:

Für den Boden:
40 g Mandeln
40 g Walnüsse
4 Medjool Datteln
Lebkuchengewürz

Für die Schokocreme:
1,5 Avocado (reif!)
4  Medjool Datteln
2  Esslöffel Kakao (hier in Rohkostqualität)
7  Kakaobohnen (für ein bisschen Crunch)

Für den Boden zuerst die Nüsse in die Küchenmaschine mit dem S -Messer geben, kurz anschalten. Danach die Datteln und das Gewürz zugeben. Weiterlaufen lassen bis der Teig zusammen hält. In drei Dessertringe (8 cm) geben und mit dem Stempel festdrücken. Ich mache dabei drehende Bewegungen, so löst sich der Teig schön vom Stempel. Beiseite stellen.

Für die Creme alle Zutaten in den Mixer. Ich hatte beim Vitamix Probleme, weil die Menge gering und nicht flüssig war. Mit einem kleineren Mixer tut man sich sicher leichter. Dann habe ich Himbeeren im Kreis in die Dessertringe gelegt, damit sie später von außen zu sehen sind. Nun die Schokocreme auf die Böden verteilen. Im Kühlschrank mindestens 2 Stunden ziehen lassen, so entfaltet sich der Geschmack der Schokocreme und die Avocado ist nicht mehr rauszuschmecken.

Verschönern ganz nach Wunsch, z.B. mit einem Hauch Kakao und Himbeeren. Ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch, vielleicht ist dann mein veganes Elisenlebkuchenrezept ausgereift und ich muss nicht mehr zaubern 🙂
Viel Spaß bei Euren Zaubereien
Ottilie

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