Himbeer-Kokos-Törtchen (vegan, rohköstlich, glutenfrei)

Himbeer-Kokos-Törtchen vegan, rohköstlich, glutenfrei mit Chia-Samen und Datteln, Kokos und Nüssen

Gestern kam meine liebe Freundin Claire zum Kaffee. Wer ihre schöne Küche und vor allem ihre phantasiereichen Rezepte kennt, weiß, da muss ich mich besonders anstrengen.

Schon lange ärgere ich mich, dass ich von dem Blaubeer-Kokos-Törtchen, das ihr auf meinem Titelfoto seht, kein Rezept habe. Nicht nur das: Ich habe absolut keine Ahnung, wie ich die gemacht habe. Also spukt mir schon lange die Idee im Kopf herum, ein Törtchen mit einer Kokoscreme zu kreieren. Was mich an vielen Gourmet-Rohkostorten etwas stört ist, dass sie neben einer Nussfüllung (z.B. Ceshewkerne oder Hanfsamen) auch noch Fett zum Stabilisieren beinhalten. Deshalb habe ich für meine einfach etwas weiße Chia -Samen verwendet. Die enthalten zwar auch rund 33 % Fett, jedoch unschlagbar viele Omega-3-Fettsäuren, sowie viele Ballaststoffe und hochwertiges Eiweiß. Mineralstoffreich sind die kleinen Powerkörner der Mayas auch noch. Vor allem Magnesium ist enthalten, wichtig für den gesamten Stoffwechsel, Herz und Blutgefäße, Muskulatur und Haut. Und Eisen, das zuständig ist für den Sauerstofftransport im Blut, Immunabwehr, viele Stoffwechselfunktionen und auf dessen Aufnahme gerade Veganer achten sollten, steckt in Chia-Samen. Zwei Esslöffel der kleinen Körnchen decken bereits den Tagesbedarf an Vitamin E. Auch Vitamin B1, das wir für ein gut funktionierendes Nervensystem benötigen und  Vitamin B3, wichtig für viele Stoffwechselvorgänge im Körper, sind in nennenswerten Mengen enthalten.


Kokosnüsse zählen zu den wenigen Lebensmittel, von denen man sich über einen längeren Zeitraum ernähren könnte, ohne Mangelerscheinungen zu erleiden. Sie enthalten viel von den verteufelten gesättigten Fettsäuren. In dieser pflanzlichen Form sind diese jedoch sogar gesund. Kokosnüsse sind eine der ganz wenigen Nahrungsmittel, die mittelkettige Fettsäuren enthalten. Das Geniale daran ist, dass sie nur minimal Enzyme der Bauchspeicheldrüse und keine Gallensäure für die Aufnahme benötigen. Viele Menschen, die Probleme mit der Fettverdauung haben, können mittelkettige Fettsäuren gut vertragen. Gegen Viren, Bakterien und Pilze soll die gute Laurin-Fett-Säure auch noch wirken. Neben hochwertigem Eiweiß enthalten Kokosnüsse auch noch Fruchtzucker, der  als Gehirnnahrung dient. Bei den Mineralstoffen dominieren Magnesium, Kalium, Phosphor, Calcium, Eisen, Mangan, Kupfer und Zink. Bevor ich mich in den weiteren guten, gesunden Zutaten verliere, hier zum Rezept.

Zutaten für den Boden:
120 g Haselnüsse (liefern viel Vitamin E)
20 Kakaobohnen (reich an Magnesium)
6 Datteln (enthalten vielen Mineralstoffen)

Zutaten für die Himbeer-Kokos-Creme:
½ Kokosnuss
7 Esslöffel vom Kokoswasser
2 Esslöffel weiße Chia-Samen
200 g gefrorenen Himbeeren
6 Datteln
½ Teelöffel Vanille

Kakao und Himbeeren zum Verzieren

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Die Kokosnuss öffnen und dabei das Kokoswasser auffangen: Ich nehme einen Schraubenzieher und bohre damit die drei Augen oben an der Kokosnuss auf und lasse das Wasser in ein Glas laufen. Das dauert etwas, deshalb kümmern wir uns erst mal um den Rohkost-Teig.

Für den Boden habe ich zuerst die Haselnüsse und Kakaobohnen in meiner Küchenmaschine mit dem S – Messer gemixt. Wenn alles etwas gemahlen ist, die Datteln dazugeben und solange mixen bis eine klebrige Masse entstanden ist. Das erfordert etwas Geduld. Die Masse in vier eckige Dessertformen füllen. Meine messen 8×8 cm. Mit dem Stempel festdrücken und beiseite stellen.

Weiter geht´s mit der Kokosnuss. Nun kommt der Hammer zum Einsatz: Die Nuss auf ein Brett legen. Mit ein, zwei gekonnten Schlägen auf die Mitte der Nuss, springt diese auf und man kann das Kokosfleisch entnehmen, das wir für die Creme benötigen.

Zuerst die Chia-Samen im Mixer kurz mahlen. Danach das kleingeschnittenes Kokosfleisch, Kokoswasser, Himbeeren, Datteln und die Vanille dazugeben. Solange mixen bis eine cremige Masse entstanden ist. Für die Füllung habe ich den Vitamix benutzt. Es geht sicher auch ein anderer Mixer, nur wird das Ergebnis eventuell  etwas bröckeliger.


Die Rohkost-Kokos-Creme auf die Böden streichen und mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Herausnehmen, mit Kakao bestäuben und nach Wunsch dekorieren. Obwohl schon Dezember ist, hatte ich noch schöne Hornveilchen im Garten. Perfekt für einen festlichen Schmuck.

Es war ein wunderschöner Nachmittag mit Claire. Mit viel fachsimpeln über Ernährung, Küche, Lifestyle und alles was Frauen interessiert. Ich hoffe auf ein baldiges Wiedersehen. 🙂 Jetzt allerdings habe ich so Lust auf Himbeertörtchen, die allerdings alle verputzt sind. Aber ich habe ja ein Rezept! 🙂
Liebe Grüße
Ottilie

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5 Gedanken zu “Himbeer-Kokos-Törtchen (vegan, rohköstlich, glutenfrei)

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