Dostsalz

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Eine gute Möglichkeit Kräuter aller Art zu verwenden, ist Salz daraus herzustellen. Denn oft ärgert man sich, im Sommer fleißig gesammelt zu haben und die Schätze dann in der Speisekammer zu vergessen. Mit Kräutersalz passiert mir das nie. Mein absolutes Lieblingskräutersalz ist das Dostsalz.

Dost? Ein Wildkraut, das meist an Wegrändern wächst. Auch wilder Oregano oder Majoran genannt, dem Gartenoregano sieht er auch sehr ähnlich. Verwendet wird das blühende Kraut und das gibt es von Juli bis Oktober. Es enthält bis zu 4% ätherisches Öl, aber auch Flavonoide, Gerbstoffe, Triterpene und Rosmarinsäure.Dost wird auch als wilder Majoran bezeichnet und seine Heilwirkung ist dem auch sehr ähnlich. Bei Verdauungsstörungen und Blähungen wirkt er lindernd, aber auch die Gallensekretion wird anreget. Bei Husten und Unterleibsbeschwerden hilft er durch seine krampflösenden Inhaltsstoffe. Sein ätherisches Öl ist antimikrobiell wirksam.

Am besten, erntet man ihn so um die Mittagszeit, denn dann sind die ätherischen Öle in den Blättern und Blüten am stärksten enthalten. Zuhause streifen wir die Blätter und Blüten vom Stängel, damit sich in die Inhaltsstoffe nicht darin zurückziehen. Diese an einem schattigen, luftigen Ort trocknen lassen oder das Dörrgerät benutzen und damit unter 42 Grad trocknen.

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Gut getrocknet (es sollte rascheln, wenn man es ihn den Fingern zerreibt) wird der Gute mit Salz vermischt. Das kann man portionsweise im Mörser machen, was natürlich auch ein sinnliches Erlebnis ist, wenn der Duft in die Nase steigt… Ich muss allerdings gestehen, dass ich da meist pragmatisch vorgehe und einfach meinen Mixer raushole. Das Ergebnis ist dann dafür auch sehr gleichmassig, so dass man das Salz selbst im Streuer verwenden kann. Zuerst gebe ich das getrocknete Kraut in meinen Vitamix. Randvoll ist er meist, aber nicht lange, denn nach den ersten kurzen Mixen ist höchstens noch ein Fünftel davon da. Vorsicht, nicht gleich öffnen, es staubt mächtig! Nach kurzer Wartezeit das Salz in den Behälter geben und kurz zum Vermischen durchmixen. Die Menge des Salzes bleibt Euch überlassen, so ein Drittel des Volumens ist ein guter Wert. Bei mir merke ich, dass der Anteil Kräuter immer mehr wird und der Anteil Salz entsprechend weniger.In Gläser abfüllen und sich das ganze Jahr darüber freuen!

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Das Kräutersalz ist durch die schönen Blüten und den satten Grünton sehr dekorativ. Auch meine Töchter lieben dieses Salz, so bleibt wenig über zum Verschenken! Jedoch ist es ein wunderschönes Mitbringsel, z.B. in dem Reagenzglas, mit einer schönen Schleife darum.

Mein Verbrauch an Gemüsebrühe hat sich jedenfalls enorm verringert, seitdem mir meine Tochter erzählt hat, dass sie nur noch meine Kräutersalze verwendet.

Kräutersalze?…Ja, da bin ich sehr kreativ, aber davon ein anderes Mal mehr!

Bis bald!

Eure Ottilie

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3 Gedanken zu “Dostsalz

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